Dr.med.dent. Gabriel Mohr
Liselotte-Herrmann-Straße 22
07747 Jena

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Ihr Zahnarzt in Jena: Therapie einer komplexen Paro-Endo-Läsion Zahn 12 bei lokalisierter chronischen Parodontitis von Dr. Mohr Spezialist für Parodontologie in Jena


Eine 40-jährige Patientin gab bei der routinemäßigen Kontrolluntersuchung in der Praxis Dr. Mohr und Kollegen in Jena Beschwerden in der rechten Oberkieferfront an. Die klinische PSI-Untersuchung zeigte erhöhte Wert (2-4-2-4-2-4). Perkussionsempfindlichkeit war am Zahn 12 erhöht und der Zahn reagierte auf den Kältetest negativ. Bei genauerer Messung zeigte der Zahn 12  erhöhte Taschentiefe von über 7mm. Der Lockerungsgrad betrug LG 2. Die röntgenologische Untersuchung deutete auf einen vertikalen Knochendefekt Zahn 12 hin (Abbildung 1).

Abbildung 1


Die Diagnose war eine lokalisierte Parodontitis mit einer Endo-Paro-Läsion an Zahn 12 (Abbildung 2). Die Therapie begann mit der endodontischen Behandlung des Zahns. Unter Zuhilfenahme einer Lupenbrille wurde bei 3,8-facher Vergrößerung der Zahn trepaniert (Abbildung 3). Der Kanal wurden bis ISO 06/30 (Mtwo, VDW) aufbereitet und nach chemischer Desinfektion mit dreiprozentigem NaOCl vertikal abgefüllt (Abbildung 4).

Abbildung 2
Abbildung 3
Abbildung 4


Im Anschluss an die parodontale Behandlung wurde der Zahn 12 von palatinal geschient (Abbildung 5, Abbildung 6).

Abbildung 5
Abbildung 6


2 Wochen nach erfolgter Wurzelkanalbehandlung wurde mit der systematischen Parodontaltherapie begonnen. Der mikrobiologsiche Test - PET war unauffällig. Es kam keine Antibiotikatherapie zum Einsatz. Der Parodontalbefund zeigte eine lokalisierte chronische Parodontitis (Abbildung 7).

Abbildung 7


Nach der zweifachen Vorbehandlung und systematischen Parodontaltherapie betrug die Sondierungstiefe mesial an Zahn 12 noch 6mm und wurde von Blutung begleitet. Im Fortgang der Therapie entschied sich Dr. Mohr als Spezialist für Parodontologie in Jena für ein offenes parodontales Vorgehen mit Einsatz von Emdogain. Der operative Prozess begann mit der Präparation eines Muko-Periost-Lappens mit vestibulärer distaler Entlastung. Der intraossäre Defekt wurde  gesäubert. Es erfolgte ein root planing und deep scaling. Die Wurzeloberfläche wurde mit einer 24-prozentigen EDTA-Lösung (Preff-Gel, Straumann, -Basel, Schweiz) für zwei Minuten konditioniert und ¬anschließend mit 0,9-prozentiger Kochsalzlösung gespült. Auf die trockene Wurzeloberfläche wurde ein Schmelzmatrixprotein (Emdogain, Straumann) appliziert. Anschließend erfolgte die Fixation des Lappens mit drei Einzelknopfnähten. Die Patientin wurde ausführlich über postoperative Maßnahmen aufgeklärt. Zur Vermeidung von postoperativen Wundheilungsstörungen wurde sowohl eine chlorhexidinhaltige Spüllösung (0,12%) als auch ein 1%ziges chlorhexidinhaltiges Putzgel verschrieben. Die Fäden wurden nach 7 Tagen entfernt. Nach 2,4 und 8 Wochen erfolgte die Kontrolle der Mundhygiene. Das Endergebnis nach halbjährliche Kontrolluntersuchung mit quartalsmäßiger Prophylaxesitzung zeigte stabile parodontale Verhältnisse (BOP 15%, API 10%) (Abbildung 8).

Abbildung 8