Dr.med.dent. Gabriel Mohr
Liselotte-Herrmann-Straße 22
07747 Jena

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Amalgam


Amalgam ist ein Füllungswerkstoff aus Quecksilberlegierungen  in der Zahnmedizin. In der Praxis Dr. Mohr in Jena dient Amalgam als Standardkassenfüllung im Seitenzahnbereich. Natürlich besteht immer die Möglichkeit ein höherwertiges (kostenpflichtiges) Füllungsmaterial zu wählen.

Werkstoff
Man unterscheidet zwei Hauptgruppen:


Konventionelle Amalgame  „Gamma-2-Amalgame"

Ag3Sn + Hg  >  Ag5Hg6  +  SnsHg
Gamma-PhaseGamma-1-PhaseGamma-2-Phase


Die Gamma-2-Phase ist sehr korrosionsanfällig.

Das Zinn und Teile des Quecksilbers gehen teilweise in den Speichel über. Das Resultat ist eine merkuroskopische Expansion und eine damit verbundenen Randspaltbildung bzw. Füllungsbruch.

Definition: Merkuroskopische Expansion

Aufwerfen der Füllungsränder mit Herauskriechen der Füllung aus der Kavität aufgrund von Quecksilberüberschuss.

Diese Amalgame dürfen in Deutschland nicht mehr verwendet werden!

Non-Gamma-2.Amalgame

b.2. High-Copper-Dispersant-Legierung
Durch Beimengung von einem Silber-Kupfer-Eutektikum wird die Gamma-2-Phase in eine stabile Eta-Phase (Cu6Sn5 ) umgewandelt.

b.2. High-Copper-Single-Composition-Legierung
Hier entsteht bei der Abbindereaktion keine Gamma-2-Phase, sondern es kommt direkt zur Bildung von Gamma-l-Phase und Eta-Phase.

„Derzeitige wissenschaftliche Erkenntnisse"

Im Folgenden wird eine Zusammenfassung wissenschaftlicher Studien zum Thema Amalgam in der Zahnmedizin aufgeführt.

Von den Bestandteilen des Amalgams ist besonders sein Quecksilberanteil Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion, da Quecksilber toxisch ist und über ein hohes Allergiepotential verfügt. Unmittelbar nach Applikation, Politur und Entfernung von Amalgamfüllungen ist ein vorübergehender Anstieg (3-4 Tage ) der Quecksilberkonzentration im Blut und Urin möglich. Auch durch Zähneputzen, den Kauprozess, heiße Getränke, Parafunktionen (z.B. Knirschen) und Korrosion wird Quecksilber freigesetzt. Zwischen dem Quecksilbergehalt der Hirnsubstanz und der Zahl der Amalgamfüllungen besteht eine statistisch signifikante Abhängigkeit. Die Quecksilberkonzentration der Nierenrinde war bei Personen mit Amalgamfüllungen 9-10 mal höher als bei einer amalgamfreien Kontrollgruppe. Amalgamfüllungen belasten durch die Freisetzung anorganischen Quecksilbers in Form von elementaren Quecksilberdampfs den Patienten. Es wird aber auch mit der Nahrung organisches (Fisch) und anorganisches Quecksilber aufgenommen. Dabei liegen die Belastungen durch beide Quellen in der gleichen Größenordnung. Aus Amalgamfüllungen werden täglich weniger als 20 ig Quecksilber freigesetzt und resorbiert. Die Gesamtquecksilberbelastung aus Amalgamfüllungen und Nahrung liegt deutlich unter den toxikologisch bedenklichen Werten. WHO-Grenzwert der täglichen Quecksilberaufnahme mit der Nahrung beträgt 43 pg. Speicheltests sind für die Bewertung der Quecksilberbelastung durch Amalgamfüllungen ungeeignet. Amalgam kann systemische und lokale Nebenwirkungen zeigen. In seltenen Fälle wirkt Quecksilber als allergen Amalgamkomponente. An lokalen Nebenwirkungen sind die Amalgamtätowierung der Schleimhaut, Lichen ruber planus und orale Missempfindungen bekannt. In Studien konnte bei den Nachkommen von Zahnärztinnen und Zahnarzthelferinnen in den USA weder eine erhöhte Säuglingssterblichkeit noch eine größere Häufigkeit angeborener Fehlbildungen konstatiert werden. „Nach derzeitigem Stand des Wissens gibt es keinen Beleg, dass die Belastung des Föten mit Quecksilber aus den Amalgamfüllungen der Mutter gesundheitliche Auswirkungen auf das Kind hat."

Zusammenfassend kann man sagen, dass Amalgame ein gutes Füllungsmaterial in der Zahnmedizin darstellen. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, sprechen Sie uns einfach an. Wir von der Praxis Dr. Mohr aus Jena beraten Sie gerne.


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